Marc Rheinard

  • Deutschland
  • Fahrer
  • Team Infinity
  • 7. November 1986

Marc Rheinard ist international der erfolgreichste deutscher RC-Car-Fahrer. Drei Mal wurde er Weltmeister in der Klasse Tourenwagen Modified. Im Herbst 2014 holte er sich überraschend den vierten WM-Titel, als er mit einem CRC Calandra als erster Deutscher Weltmeister in der Klasse 1:12 wurde. Das hatte vor ihm noch kein anderer geschafft. Er ist der erste Fahrer, der in den beiden Onroad-Klassen je einen WM-Titel gewonnen hat. Er ist im Übrigen auch der einzige Racer, der drei Mal Tourenwagen-Weltmeister wurde.

Seinen ersten WM-Titel feierte Marc Rheinard kurz vor seinem 18. Geburtstag in Florida. Mehrfach wurde er Europameister – und das in ganz unterschiedlichen Klassen. Darüber hinaus gewann er zahlreiche international bedeutende Rennen, etwa das Reedy Race of Champions, den DHI-Cup, das LRP Masters oder den Championstitel Tourenwagen Modified in der Euro Touring Series. Sein jüngster großer Erfolg ist der Gewinn des Reedy Races 2017. Es war sein sechster Sieg in diesem renommierten Rennen.

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Marc Rheinard war knapp 18 Jahre alt, als er im Jahr 2004 in Kissimmee (Florida) zum ersten Mal Weltmeister wurde.

Marc Rheinard ist seit seinem ersten Weltmeistertitel einer der wenigen Profis in der RC-Car-Szene. Von 2004 bis 2016 war  er die Nummer 1 im Tamiya Racing Team.    Über 22 Jahre war er dem Unternehmen eng verbunden. Sein letztes Rennen für Tamiya fuhr Marc Rheinard  Anfang Dezember 2016 beim Saisonauftaktrennen der Euro Touring Series in Hrotovice. Anlässlich der Thailand International Touring Car Championship (TITC) 2017 gaben Marc Rheinard und Infinty-Teamchef Kenji Teira die Zukünfte Zusammenarbeit des Weltmeisters und des jungen und aufstrebenden Team Infinty bekannt.

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Marc Rheinards erster Sieg in der Euro Offroad Series. Carson Wernimont gratuliert als Erster

In den Offroad-Klassen fährt Marc Rheinard seit Anfang 2015 für das Team Yokomo. Ende Januar 2016 gewann er in Mülheim-Kärlich seinen ersten Lauf bei den Euro Offroad Series mit einem Buggy 2WD (Yokomo YZ-2).  Im Herbst gelang ihm dies im Ringboulevard erneut. Bereits im Jahr 2009 wurde er in der Klasse Buggy 4WD mit einem Tamiya Europameister.

Angefangen hat er vor der Jahrtausendwende auf der Rennstrecke seines Vaters Uwe Rheinard. Im legendären Motodrom an der Füllscheuer in Andernach feierte er  gemeinsam mit seinem Bruder Toni seine ersten großen Erfolge. Mit acht Jahren fing er 1994 an. Sein erstes Rennen fuhr er 1995 im Tamiya Euro Cup. In dieser Serie ist er dann auch groß geworden. Viele Jahre fuhr er einen Tamiya FWD und ein Tamiya M-Chassis (M01). Beides Fahrzeuge mit einem Frontantrieb. Im Jahr 1999 wurde er in Budapest mit dem M-Chassis Tamiya-Europameister, sein Bruder Toni gewann in Top Stock. Die ganze Familie Rheinard flog dann zum ersten Mal nach Japan, wo die beiden Brüder an den Tamiya-Weltmeisterschaften teilnahmen. Marc wurde Zweiter. In Shizuoka, dem Firmensitz von Tamiya, traf er dann zum ersten Mal seinen späteren Chef, den Präsidenten der Tamiya-Gruppe, Shunsaku Tamiya.

Das renommierte amerikanische RC-Car-Magazin „Radio Control Car Action“ listete in  der April-Ausgabe 2017 Marc Rheinard als einen der  zwölf größten RC-Car-Fahrer aller Zeiten auf.

 Nationale Meisterschaften

  •  Deutscher Meister Tourenwagen Elektro Modified: 2002, 2004
  •  Deutscher Meister Tourenwagen Elektro Modified Indoor: 2003, 2004, 2005, 2006, 2015

 Internationale Meisterschaften

  •  Europameister 1:12 Modified: 2006, 2008
  •  Europameister Tourenwagen Elektro: 2008, 2011
  •  Europameister Tourenwagen Elektro Indoor: 2009
  •  Europameister Offroad Buggy 4WD: 2009
  •  Weltmeister Tourenwagen 1:10 Elektro: 2004, 2008, 2010
  •  Weltmeister 1:12: 2014

 Sonstige Erfolge

  •  Euro Touring Series: Champion Tourenwagen Modified 2010
  •  Euro Touring Series: 14 Siege
  • Euro Offroad Series: 2 Siege
  •  LRP Masters Sieger: 2004, 2005, 2006, 2008, 2009
  •  DHI-Cup Sieger Tourenwagen Modified: 2006, 2009
  • TITC Bangkok Tourenwagen Modified: 2005
  • Reedy Race of Champions (Onroad): 2006, 2007, 2011, 2013, 2015, 2017

Stand: 29. Mai 2017 (9. Überarbeitung), erstellt: 20. August 2014